Thermovorhänge tauchen oft in Gesprächen über Energiesparmaßnahmen im Winter auf – aber sind sie auch dann sinnvoll, wenn die Außentemperaturen steigen? Das ist eine berechtigte Frage, insbesondere für all jene, die ihre Kühlkosten im Griff behalten wollen, ohne ihr Zuhause in einen dunklen, abgeriegelten Raum zu verwandeln.
Die kurze Antwort? Ja, Thermovorhänge können im Sommer helfen. Aber wie bei den meisten Energiesparprodukten hängt ihre Wirksamkeit davon ab, wie und wo man sie einsetzt.
Wie Thermovorhänge tatsächlich funktionieren
Thermovorhänge sind im Prinzip so konzipiert, dass sie den Wärmeeintrag durch die Fenster reduzieren . Sie bestehen typischerweise aus mehreren Stofflagen – manchmal auch aus einer Schaumstoffschicht oder einem dicken Füllmaterial –, die Luft einschließen und eine Wärmebarriere zwischen dem Inneren Ihres Hauses und der Außenwelt bilden.
Im Sommer können sie auf zwei wichtige Arten helfen:
- Sie reflektieren Sonnenlicht, wenn sie aus dem richtigen Außenmaterial gefertigt sind.
Sie verringern den Luftaustausch, insbesondere wenn die Fenster nicht perfekt abgedichtet sind.
Das bedeutet nicht, dass sie einen Raum aktiv kühlen. Vielmehr verlangsamen sie den Wärmeeintritt durch das Glas, insbesondere während der Mittagszeit.

Machen sie bei heißem Wetter wirklich einen Unterschied?
Das können sie, aber erwarten Sie keine Wunder.
Ein hochwertiger und fachgerecht installierter Thermovorhang kann laut Schätzungen des US-Energieministeriums die Sonneneinstrahlung um bis zu 33 % reduzieren. Das bedeutet, dass Ihre Klimaanlage deutlich weniger leisten muss, insbesondere mittags, wenn die Sonneneinstrahlung am stärksten ist.
Allerdings ist ihre Wirkung eher unterstützend als grundlegend. Wenn sich in Ihrem Zimmer aufgrund schlechter Belüftung oder großer, nach Westen ausgerichteter Fenster bereits Hitze staut, reichen Vorhänge allein nicht aus. Dennoch ist das Anbringen von Gardinen, um die Hitze draußen zu halten, eine der einfachsten Möglichkeiten.

Hellere Farben eignen sich besser für den Sommer.
Die Farbe spielt eine größere Rolle, als die meisten Menschen denken. Ein dunkler Vorhang mag zwar gut aussehen, kann aber den Raum tatsächlich wärmer machen, wenn er den ganzen Tag Sonnenlicht absorbiert.
Wenn Sie speziell nach Thermovorhängen für den Sommer suchen, achten Sie auf helle Farben mit reflektierender Rückseite. Diese reflektieren das Sonnenlicht besser, bevor es überhaupt auf das Glas trifft.
Sie können dennoch einen dunkleren Innenraum erzielen, indem Sie Vorhänge mit weißem Futter auf der Rückseite wählen – das Beste aus beiden Welten.
Fensterplatzierung: Ein kleines Detail, das alles verändert
Selbst der beste Vorhang nützt nichts, wenn er zur falschen Zeit am falschen Fenster hängt.
Ostseitige Fenster lassen frühmorgens viel Licht herein. Die Vorhänge sollten hier frühzeitig – bevor die Sonne scheint – geschlossen werden, um eine Aufheizung zu verhindern.
Südfenster neigen dazu, den ganzen Tag über gleichmäßig Wärme zu sammeln. Sie eignen sich ideal für Thermovorhänge, insbesondere am Nachmittag.
Westseitige Fenster können Ihren Raum nach dem Mittagessen in einen Backofen verwandeln. Das Abschirmen der intensiven Nachmittagssonne kann den Raumkomfort spürbar verbessern.
Ja, es spielt also eine Rolle, wo die Sonne auf Ihr Haus scheint – und die Anpassung der Vorhangnutzung an die Tageszeit macht sie wesentlich effektiver.
Werden sie den Raum von selbst kühlen?

Nicht wirklich. Sie dienen eher der Temperaturregelung als der Kühlung.
Man kann sie sich wie eine Isolierung vorstellen: Thermovorhänge reduzieren den Wärmeeintritt, erzeugen aber keine kühle Luft. Für optimale Ergebnisse sollten sie Teil eines umfassenderen Konzepts sein, das eine ordnungsgemäße Fensterabdichtung, Beschattung von außen und natürlich ein effizientes Kühlsystem umfasst.
||Produkt||In Kombination angewendet, können sie dazu beitragen, dass Ihre Klimaanlage effizienter arbeitet, was im Laufe der Zeit häufig zu einem geringeren Energieverbrauch führt.
Wie sieht es mit der Verwendung im Freien aus?
Manche Leute überlegen , wärmeisolierende Vorhänge im Außenbereich, beispielsweise an Terrassen oder Pergolen, anzubringen, um mehr Schatten oder Privatsphäre zu schaffen. Das ist zwar möglich, aber nicht immer praktikabel.
Thermovorhänge sind schwerer als herkömmliche Outdoor-Stoffpaneele. Das bedeutet:
Sie benötigen Stangen und Halterungen, die das Gewicht tragen können.
- Sie bewegen sich möglicherweise nicht gut im Wind
- Der Isolationseffekt ist in Freiluftumgebungen nicht so deutlich wahrnehmbar.
In halboffenen Räumen wie Wintergärten, wo man es noch mit Fensterglas und gespeicherter Wärme zu tun hat, sind sie effektiver.
Wie viel können sie sparen?

Es gibt keine allgemeingültige Zahl, aber im Allgemeinen gilt:
Standardvorhänge können den Wärmetransfer um 10–17 % reduzieren.
- Thermovorhänge können bei dichter Installation und strategischer Anwendung eine Wärmedämmung von 25–33 % erreichen.
Die wirklichen Einsparungen ergeben sich dadurch, dass sie dazu beitragen, dass Ihr Heizungssystem seltener ein- und ausschaltet.
Die korrekte Anwendung umfasst:
- Abdeckung der gesamten Fensterfläche
- Die Vorhänge dicht an der Wand oder am Rahmen aufhängen
- Sie erstreckt sich auf beiden Seiten über das Fenster hinaus und reicht bis zum Boden.
- Halten Sie sie während der heißesten Tageszeit geschlossen.
Sollten Sie sich allein auf Thermovorhänge verlassen?
Nein. Sie sind eine großartige Ergänzung, aber keine Komplettlösung.
Thermovorhänge können den Raumkomfort erhöhen, insbesondere in Kombination mit Ventilatoren oder Klimaanlage. Sie ersetzen jedoch keine ordnungsgemäße Isolierung oder Abdichtung der Fensterrahmen. Bei größeren Luftspalten oder alten Einfachglasfenstern empfiehlt sich eine langfristige Modernisierung.
Allerdings sind Thermovorhänge ein guter Anfang, wenn Sie Mieter sind oder einfach nur nach einer preiswerten und unkomplizierten Möglichkeit suchen, Temperaturspitzen in Innenräumen zu reduzieren.
Fazit
Funktionieren Thermovorhänge im Sommer? Ja, durchaus. Man sollte sie aber eher mit einer guten Sonnenbrille als mit einer Klimaanlage vergleichen. Sie schützen vor der Sonne und reduzieren die Sonneneinstrahlung – ersetzen aber nicht vollständig die Kühlung.
Wenn Sie die richtige Farbe wählen, sie korrekt installieren und ihre Nutzung an den Sonnenstand anpassen, können sie Ihr Kühlsystem definitiv entlasten und Ihren Raum etwas angenehmer gestalten – ohne das gesamte Licht zu blockieren oder Ihr Budget zu sprengen.



